Um unser Stromnetz zuverlässig zu betreiben, schützen wir es gezielt vor Überlastungen – insbesondere im Hochspannungsnetz. Wenn zu viel regenerativer Strom eingespeist wird, können die Belastungsgrenzen überschritten werden. Deshalb setzen wir auf zwei zentrale Maßnahmen: gezielte Einspeisereduzierungen im Rahmen des Redispatch und die sogenannte Spitzenkappung.
Redispatch sorgt dafür, dass Stromflüsse im Netz ausgeglichen werden, während die Spitzenkappung dazu dient, kurzfristige Lastspitzen zu vermeiden und so Engpässe zu verhindern.
Weitere Details zur Spitzenkappung finden Sie hier
Diese Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber (z. B. 50Hertz Transmission). So nutzen wir die Netze optimal zur Einspeisung von EEG-Strom, ohne Kompromisse bei der Versorgungssicherheit.
Ziel dieser Maßnahmen ist es:
- die Belastungsgrenzen im 220 kV/380 kV-Netz einzuhalten
- die Systembalance sicherzustellen
- großflächige Versorgungsausfälle in Deutschland und Europa zu verhindern
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG § 9) schreibt vor, dass alle EEG-Anlagen mit einer technischen Einrichtung ausgestattet sein müssen, die es dem Netzbetreiber ermöglicht, die Einspeiseleistung stufenweise oder stufenlos zu reduzieren. Damit wird sichergestellt, dass die Netzstabilität auch bei hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien gewährleistet bleibt.