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Hochspannungsleitung über einem gelben Rapsfeld unter blauem Himmel.

Unsere Energiewende braucht starke Netze

Die Energiewende stellt neue Anforderungen an das Stromnetz. Erneuerbare Energien wachsen stark, und wir als Netzbetreiber sorgen dafür, dass dieses Stromnetz zuverlässig, stabil und zukunftsfähig funktioniert. Auf dieser Seite zeigen wir, wie wir diesen Wandel technisch und organisatorisch begleiten – von erneuerbaren Einspeisungen bis zu stabilen Netzinfrastrukturen.

Blick auf einen blauen Himmel mit kahl werdenden Ästen und leuchtender Sonne.
So viel Ökostrom wird bereits eingespeist

Die Energiewende ist in unserem Netzgebiet längst Realität: Ein Großteil des Stroms stammt heute aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne und Biomasse. Insgesamt speisen wir deutlich mehr grünen Strom ins Netz ein, als unsere Region verbraucht – Mecklenburg-Vorpommern deckt seinen Bedarf vollständig aus erneuerbaren Energien und erwirtschaftet sogar einen Überschuss. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärken auch die Versorgungssicherheit.

Darum ist das Stromnetz für die Energiewende so wichtig

Immer mehr PV-, Wind- und Biogasanlagen speisen dezentral Strom ein. Dadurch ändern sich die Stromflüsse und die Anforderungen an die Netzstabilität. Damit erneuerbarer Strom zuverlässig bei den Verbrauchern ankommt, erweitern und verstärken wir kontinuierlich unser Stromverteilnetz. Dazu gehören:

  • Neubau und Ersatz von Hochspannungsleitungen (z. B. 110-kV-Trassen) zur Vermeidung von Netzengpässen.
  • Errichtung leistungsfähiger Umspannwerke, wie das neue Netzverknüpfungspunkt-Projekt in Mühlenbeck, das die Einspeisung erneuerbarer Energien und die Versorgungssicherheit in Westmecklenburg sicherstellt.

Unser Netzausbauplan

Die Verteilnetzbetreiber haben eine besondere und wichtige Funktion bei der Umsetzung der Energiewende in der Bundesrepublik Deutschland. Rund 95 Prozent aller Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung auf dem Land sind an die Verteilnetze in der Hoch-, Mittel- und Niederspannungsebene angeschlossen. Um Kapazitätsengpässe zu vermeiden, wurde und wird auch in Zukunft ein umfassender und zügiger Netzausbau notwendig.

Die sieben regionalen Stromnetzbetreiber in der Regelzone der 50Hertz Transmission GmbH haben sich gemeinsam auf einen Netzausbauplan für das Hochspannungsnetz verständigt. Dazu gehören die Netzbetreiber Avacon Netz GmbH, E.DIS Netz GmbH, SachsenNetze HS.HD GmbH, Netze Magdeburg GmbH, MITNETZ STROM GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co.KG und die WEMAG Netz GmbH. Der Netzausbauplan veranschaulicht den erforderlichen Netzausbaubedarf und sorgt für Transparenz bei der Verwirklichung der Vorhaben.

Projekte & Kooperationen

Die Energiewende ist Teamarbeit. Deshalb setzen wir auf starke Partnerschaften und innovative Projekte, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern.

Mit dem bundesweiten Projekt Connect+ arbeiten wir zusammen mit vier Übertragungs- und 15 weiteren Verteilnetzbetreibern an einer einheitlichen Plattform für den Datenaustausch im Redispatch-Prozess. Ziel ist es, Netzengpässe frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Durch standardisierte Schnittstellen und sichere IT-Systeme schaffen wir die Grundlage für eine effiziente und transparente Netzführung. Weitere Ausführungen finden Sie hier: 

Luftaufnahme eines Dorfes umgeben von Feldern, Wäldern und einer Wasserfläche bei Sonnenuntergang.

Als regional verwurzelter Netzbetreiber pflegen wir enge Kooperationen mit Städten und Gemeinden. Über Wegenutzungsverträge und gemeinsame Projekte sichern wir die Energieversorgung vor Ort und gestalten die Infrastruktur für Elektromobilität, Straßenbeleuchtung und erneuerbare Energien. Unsere Kommunalbetreuer stehen im direkten Austausch mit den Gemeinden, um individuelle Lösungen zu entwickeln.

Die WEMAG Netz arbeitet beim Thema Energie eng mit dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg zusammen. Dies betrifft zum Beispiel die gemeinsame Zusammenarbeit an Studien zur Netzintegration der Erneuerbaren Energien in diesen Bundesländern.

Energiewende in Deutschland bedeutet, dass die Struktur der Stromerzeugung sich grundlegend ändert. Es gibt immer weniger große Kraftwerke und immer mehr Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die wetterabhängig Strom bereitstellen. Die Netzbetreiber der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind schon heute Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen übernehmen die Verteilnetzbetreiber Ost und 50Hertz gemeinsam Verantwortung und entwickeln kooperativ Lösungen für die sichere Energieversorgung der Zukunft.

Verteilnetzbetreiber im Osten der Bundesrepublik Deutschlands (Avacon Netz GmbH, E.DIS Netz GmbH, ENSO NETZ GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom GmbH, Stromnetz Berlin GmbH, Stromnetz Hamburg GmbH, Netze Magdeburg GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG und WEMAG Netz GmbH) und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH (50Hertz) haben sich dafür bereits 2014 auf ein 10-Punkte Programm verständigt.

Jetzt legen die in der ARGE Ost zusammengeschlossenen Netzbetreiber einen Bericht mit konkreten Lösungsvorschlägen vor.  Diese unterstützen die Unternehmen mit gemeinsamen Pilotprojekten. Gemeinsames Ziel ist es, die neuen Anforderungen an die Führung der Netze zu meistern und zu trainieren, Informationen effizient zu teilen, die Chancen der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen und gemeinsam Prognosen zu verbessern.