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Netzentgelte und Netznutzung Strom für Privatkunden

Die Nutzung des Stromnetzes verursacht Kosten, die über sogenannte Netzentgelte gedeckt werden. Auf dieser Seite erläutern wir Ihnen, wie diese Entgelte berechnet werden und welche Regelungen für Privatkunden gelten.

Warum für die Netznutzung bezahlt werden muss

Damit Strom sicher bei Ihnen ankommt, braucht es ein stabiles und gut ausgebautes Netz. Die Netzentgelte decken die Kosten für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau dieser Netzinfrastruktur. Sie machen etwa 20–25 % Ihres Strompreises aus und werden über die Stromrechnung des Stromlieferanten an den Netzbetreiber gezahlt.

Was sind Standardlastprofile?

Kunden in der Niederspannung mit einen Jahresverbrauch von bis zu 100.000 kWh werden auch als Standardlastprofilkunden (SLP-Kunden) bezeichnet. Die Belieferung der Kunden durch den Stromlieferanten erfolgt über sogenannte Standardlastprofile, die wir als zuständiger Verteilnetzbetreiber festlegen. Standardlastprofile bilden das typische Verbrauchsverhalten einer Kundengruppe ab. Hierzu gehören z.B. Haushaltskunden, Gewerbekunden und Landwirtschaftsbetriebe. 

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Sperrzeiten für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen

Bestimmte elektrische Geräte – wie Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen – können zeitweise vom Netz getrennt werden. Diese sogenannten unterbrechbaren Verbrauchseinrichtungen helfen, das Stromnetz zu entlasten.

Während der Sperrzeiten steht kein Strom für den Betrieb dieser Geräte zur Verfügung.

Sperrzeiten bei der WEMAG Netz GmbH:

Wärmepumpen:  
11:00 – 13:00 Uhr und 17:00 – 19:00 Uhr

Nachtspeicherheizungen:  
6:00 – 22:00 Uhr

Nachtspeicherheizungen mit Nachladung: 
6:00 – 14:30 Uhr und 16:30 – 22:00 Uhr

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Reduzierte Netzentgelte für Wärmepumpen, Wallboxen und Co.

Bestimmte Geräte mit hohem Stromverbrauch – zum Beispiel Wärmepumpen oder Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge – können zeitweise vom Netzbetreiber gesteuert werden. Wenn Sie diese sogenannten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG anmelden, können Sie von reduzierten Netzentgelten profitieren. Erfahren Sie, welche Geräte dazugehören, welche Voraussetzungen gelten und wie die Teilnahme funktioniert.

Häufige Fragen zu Netzentgelten und Netznutzung

Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes. Sie decken die Kosten für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der Leitungen und Anlagen. Die Entgelte machen etwa 20 – 25 % des Strompreises aus und werden über Ihre Stromrechnung abgeführt.

Den Stromanbieter können Sie frei wählen – den Netzbetreiber hingegen nicht. Er ist für den sicheren Transport des Stroms in Ihrer Region zuständig. Die Netzentgelte sind daher in der Regel Bestandteil Ihres Strompreises und werden Ihnen durch Ihren Energieversorger mit in Rechnung gestellt.

Unter Netznutzung versteht man die Bereitstellung und Nutzung der Stromleitungen, über die der Strom zu Ihnen gelangt. Der Netzbetreiber sorgt dafür, dass das Netz stabil und jederzeit verfügbar bleibt.

Kunden mit einem Verbrauch unter 100.000 kWh jährlich gelten in der Regel als Lastprofilkunden. Das bedeutet: Ihr Stromverbrauch wird über ein Standardlastprofil abgebildet – also über typische Verbrauchsmuster – statt durch eine dauerhafte Leistungsmessung. So kann der Verbrauch einfach und fair berechnet werden.

Ein Doppeltarifzähler misst Ihren Stromverbrauch getrennt nach Tages- und Nachtzeiten. Er hat zwei Zählwerke. 

Ein Eintarifzähler dagegen erfasst den gesamten Stromverbrauch mit nur einem Zählwerk – unabhängig davon, wann der Strom verbraucht wird. Ob sich ein Doppeltarifzähler lohnt, hängt von Ihrem Stromtarif und Ihrem Verbrauchsverhalten ab. Ihr Energieversorger kann Sie dazu beraten.

Sperrzeiten gelten für sogenannte unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen. In diesen Zeiten wird die Stromzufuhr kurzzeitig unterbrochen, um das Netz zu entlasten und gleichmäßig zu steuern.

Sperrzeiten helfen dabei, das Stromnetz stabil zu halten. Wenn viele Geräte gleichzeitig laufen, kann das Netz stark belastet werden. In diesen Zeiten werden unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen – wie Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen – kurzzeitig vom Netz getrennt.

Für Sie bedeutet das:

  • Ihre Geräte schalten sich automatisch ab und später wieder ein – Sie müssen nichts tun.
  • Die Wärmeversorgung bleibt gesichert, weil die Anlagen über Speicherkapazitäten verfügen.
  • Durch das gesteuerte Ein- und Ausschalten tragen Sie aktiv zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität bei.

Kurz gesagt: Sperrzeiten sorgen dafür, dass Strom für alle zuverlässig verfügbar bleibt – auch bei hoher Nachfrage.

Ihre gültigen Netzentgelte und Preisblätter finden Sie in unserem Downloadbereich. Dort sind alle Entgelte transparent und nach Kundengruppen aufgelistet.

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