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Neues Umspannwerk bei Herzberg

Ein wichtiger Schritt für die sichere Energieversorgung in der Region

Die WEMAG Netz GmbH plant den Bau eines Umspannwerks in der Gemeinde Obere Warnow bei Herzberg. Durch das Umspannwerk soll die lokale und regionale Stromversorgung für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden gesichert und die Einspeisung erneuerbarer Energien aus der Region weiter ermöglicht werden. 

  • Das Umspannwerk sorgt für die sichere Energieversorgung in der Region: Die WEMAG Netz GmbH ist für eine zuverlässige und zukunftssichere Energieversorgung vor Ort verantwortlich. Dafür bauen wir die Strominfrastruktur gezielt aus, um den steigenden Bedarf zu decken und die veränderte Erzeugungsstruktur zu ermöglichen. Der Standort bei Herzberg ist ein zentraler Bestandteil davon. 
  • Sorgfältige Standortauswahl: Hier im nördlichen Parchimer Umland besteht aktuell eine Lücke im Stromnetz. Um diese zu schließen, ist das Umspannwerk erforderlich. Der Bedarf ist bereits in der Regionalplanung verankert. Der konkrete Standort östlich von Herzberg ist Ergebnis der sorgfältigen Untersuchungen mit Berücksichtigung u.a. des Umweltschutzes, ausreichenden Abständen zur Wohnbebauung und eines möglichst geringen Eingriffs in die Natur. 
  • Gemeinsam mit der Region: Die WEMAG Netz GmbH ist als kommunales Unternehmen fest in der Region verankert. Wir bauen die Netzinfrastruktur zur Steigerung der Versorgungssicherheit im Interesse der Region aus. Durch das Umspannwerk unterstützen wir insbesondere auch die wirtschaftlichen Entwicklungspotentiale. Dabei ist uns der Dialog mit den Menschen vor Ort besonders wichtig. Deshalb setzen wir auf einen offenen Austausch und informieren frühzeitig über unsere Planungen und die einzelnen Schritte
Der Standort

Der Standort für das Umspannwerk befindet sich in der Gemeinde Obere Warnow im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Das Umspannwerk wird entlang der bestehenden Höchstspannungsleitung Güstrow – Parchim Süd realisiert. Der übergeordnete Bedarf für das Umspannwerk hier ist bereits im Regionalen Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg verankert sowie im Entwurf des Netzentwicklungsplan Strom 2037/2045 der Bundesnetzagentur benannt. 

Der Standort für das Umspannwerk wurde sehr sorgfältig geprüft: Mit dem Ziel, einen Standort zu finden, der möglichst wenig in Natur und Landschaft eingreift, ausreichend Abstand zu Wohnbebauung bietet und Konflikte mit anderen Nutzungen vermeidet. Grundlage dafür war eine Raumwiderstandsanalyse, bei der die verschiedenen Kriterien systematisch bewertet wurden. Dazu zählen unter anderem Natur- und Landschaftsschutz, Abstände zur Wohnbebauung, bestehende Flächennutzungen sowie technische Anforderungen an das Stromnetz. Im Ergebnis hat sich die Fläche östlich von Herzberg im Vergleich als der geeignetste Standort erwiesen. 

Das Projekt

Damit wir Haushalte, Unternehmen und Kommunen auch in Zukunft zuverlässig mit Strom versorgen können, planen wir östlich von Herzberg in der Gemeinde Obere Warnow ein Umspannwerk.

Ein Umspannwerk ist ein wichtiger Knotenpunkt im Stromnetz. Hier wird Strom aus dem europäischen Übertragungsnetz aufgenommen und so umgewandelt, dass er in der Region weiterverteilt werden kann. 

Geplant ist eine Schaltanlage mit zwei Spannungsebenen: 380 und 110 Kilovolt. Perspektivisch kann das Umspannwerk eine Leistung von bis zu 2,2 Gigawatt aufnehmen. Dafür wird im ersten Ausbauschritt eine Fläche von etwa 6 Hektar benötigt. Bei Bedarf kann die Anlage später auf 20 Hektar bebaute Fläche erweitert werden. 

Gruppe von vier Personen in Schutzhelmen und Warnwesten bespricht technische Details vor einer Industrieanlage.

Aktueller Zeitplan 

Derzeit befinden wir uns noch in der Planungsphase. Ab dem Sommer 2026 ist der Start der konkreten technischen Planung vorgesehen. Ab 2027 soll die Genehmigung vorbereitet werden. Der Baubeginn ist nach aktuellem Stand für 2028 geplant, die Inbetriebnahme für das Jahr 2030. Der Zeitplan hängt aber explizit vom Verlauf der Genehmigungen und fachlichen Prüfungen ab.

Information und Dialog

Die Energiewende betrifft vor allem die Menschen vor Ort. Deshalb ist es uns wichtig, frühzeitig über das Projekt zu informieren und für Fragen ansprechbar zu sein.  

Am 19.06.2026 planen wir eine Informationsveranstaltung, bei der wir das Vorhaben ausführlich vorstellen und Fragen beantworten.

Bei Fragen zum Projekt können Sie sich jederzeit unter herzberg@wemag-netz.de an uns wenden. 

FAQ zum Projekt

Die WEMAG-Gruppe ist ein kommunales Energieversorgungsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Alle Informationen zur WEMAG finden Sie hier: www.wemag.com

Im Umspannwerk wird elektrische Energie zwischen verschiedenen Spannungsebenen umgewandelt.  Hier wird der Strom von der Höchstspannungsebene (z.B. 380 Kilovolt) schrittweise auf die Hochspannungsebene (z.B. 110 Kilovolt) und die Mittelspannungsebene (z.B. 20 Kilovolt) transformiert. Wenn gerade viel Strom in der Region verbraucht wird, speißt die Höchstspannung das Umspannwerk. Und umgekehrt, wenn gerade viel Strom vor Ort erzeugt wird, kann das Umspannwerk in die Höchstspannungsebene einspeisen. 

Im Stromnetz gibt es verschiedene Spannungsebenen: 380 kV ist eine sehr hohe Spannungsebene (Höchstspannung), mit der Strom über weite Strecken transportiert wird. 110 kV ist eine niedrigere Spannungsebene (Hochspannung), über die Strom innerhalb einer Region verteilt wird – etwa in Städte, Gemeinden oder zu großen Unternehmen. In Umspannwerken treffen diese Spannungsebenen aufeinander, um den Strom dorthin verteilen zu können, wo er gebraucht wird.

Deutschland befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel der Energieinfrastruktur. Strom wird zunehmend dezentral erzeugt, vor allem aus Wind- und Solarenergie. Gleichzeitig steigt der Bedarf im Wärme- und Verkehrssektor stetig. Damit das zuverlässig funktionieren kann, muss das Stromnetz um- und ausgebaut werden. Das Umspannwerk bei Herzberg ist dafür ein zentraler Baustein in Westmecklenburg. Zudem besteht im nördlichen Parchimer Umland bislang eine Lücke in der regionalen Netzinfrastruktur („weißer Fleck“). Mit dem geplanten Umspannwerk schließen wir diese Lücke und stärken die Versorgungssicherheit und Leistungsfähigkeit des Netzes in der Region.

Der Standort bei Herzberg ist das Ergebnis einer umfassenden Standortprüfung. Dafür wurde eine sogenannte Raumwiderstandsanalyse durchgeführt, bei der alle Flächen im Umfeld der bestehenden Höchstspannungsleitung untersucht und miteinander verglichen wurden. Dabei wurden sowohl technische Kriterien als auch Belange von Mensch und Umwelt sorgfältig berücksichtigt. Im Ergebnis hat sich die Fläche östlich von Herzberg als der geeignetste Standort im gesamten Suchraum herausgestellt.

Für die Planung und den Bau von Stromleitungen und Umspannwerken gelten strenge gesetzliche Vorgaben – unter anderem in Bezug auf Sicherheit, Umweltschutz und Abstände zur Wohnbebauung. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens überprüft die zuständige Behörde die Einhaltung dieser Vorgaben. Zudem werden alle relevanten Träger öffentlicher Belange, z.B. die Gemeinde oder die Untere Naturschutzbehörde einbezogen. Aktuell befinden wir uns noch in der Vorplanung. Auf Basis der nächsten Planungsschritte folgt voraussichtlich 2027 das Genehmigungsverfahren gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Für das Umspannwerk ist aktuell eine Fläche von rund sechs Hektar vorgesehen. Das Grundstück selbst ist größer, um Sicherheitsabstände, Verkehrsflächen, technische Anforderungen und Raum für bedarfsgerechte Erweiterungen abzubilden.

Alle Eingriffe in Natur und Landschaft werden im Vorfeld durch Experten untersucht und bewertet. Es gilt der Grundsatz, dass nur das umgesetzt wird, was zwingend notwendig ist. Und: Jeder Eingriff wird vollständig ausgeglichen, etwa durch ökologische Aufwertungen oder andere Ausgleichsmaßnahmen. Wo immer möglich, werden diese Maßnahmen im näheren Umfeld umgesetzt, damit die Kommunen vor Ort davon profitieren.

Für Umspannwerke gelten strenge gesetzliche Vorgaben. Die zulässigen Lärmgrenzwerte dürfen an keiner Stelle überschritten werden. Bereits vor der Genehmigung werden dazu detaillierte Berechnungen durchgeführt. Auch elektromagnetische Felder werden umfassend betrachtet. Das zuständige Bundesamts für Strahlenschutz sagt dazu deutlich, dass im Umfeld von Umspannwerken keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. Alle Grenzwerte werden bereits an der Grundstücksgrenze eingehalten.

Während der Bauzeit kann es zeitweise zu Baustellenverkehr, Erdarbeiten und Geräuschen kommen. Diese Arbeiten sind zeitlich begrenzt und unterliegen klaren Auflagen im Genehmigungsverfahren. Zufahrten und Bauabläufe werden so geplant, dass Beeinträchtigungen für die Umgebung möglichst gering bleiben. Nach Abschluss der Bauarbeiten beschränkt sich die Nutzung auf den regulären Anlagenbetrieb. 

Wir informieren fortlaufend über den aktuellen Stand des Projekts auf dieser Website. Zusätzlich sind Informationsangebote und eine Bürgerinformationsveranstaltung am 19. Juni 2026 geplant. Bei Fragen stehen wir zudem zur Verfügung. Melden Sie sich gerne über unsere Projektmailadresse: herzberg@wemag-netz.de