Versorgungsqualität
Damit unser Netz rund um die Uhr mit elektrischer Energie versorgt wird, ist eine Vielzahl komplexer technischer Systeme wie Kraftwerke, Umspanneinrichtungen, Übertragungsnetze und Verteilernetze eingebunden.
Auf dem langen Weg, über den der Strom zu Ihnen gelangt, können hin und wieder Ausfälle auftreten. Dies bleibt aber in aller Regel ohne Folgen für Ihre Versorgung, da sich ein großer Teil der Anlagen gegenseitig ergänzt. Die Versorgungsqualität in den Verteilernetzen setzt sich aus der Versorgungszuverlässigkeit, der Spannungsqualität und der Servicequalität zusammen.
Versorgungszuverlässigkeit
Die Versorgungszuverlässigkeit beschreibt die Häufigkeit und Dauer der Versorgungs- unterbrechungen, die üblicherweise erwartet werden können. Dafür wurden von der UNIPEDE-Expertengruppe DISQUAL Kennzahlen definiert, mit der die Versorgungs- zuverlässigkeit aus Kundensicht dargestellt wird. Diese Kennzahlen werden von uns angewandt. Die Kennzahlen und weitere Definitionen haben wir für Sie in einem Download zusammengestellt.
Spannungsqualität
Die Qualität der Spannung am Anschlusspunkt hängt von mehreren Einflussfaktoren (z.B. Spannungshöhe und -konstanz, Frequenz, Kurvenform und Symmetrie der Leiterspannungen) ab. Diese werden insbesondere durch die Einbindung von Verbrauchern und Erzeugern in das Verteilernetz bestimmt. Unser Ziel ist es, den Betrieb möglichst aller Arten von Verbrauchsgeräten uneingeschränkt zu ermöglichen. In Einzelfällen müssen besondere Auflagen für Betreibsmittel erlassen werden, um Störungen im Netz und in Kundenanlagen zu vermeiden. Stellt ein Kunde Anforderungen an die Spannungsqualität, die über die Festlegungen der Norm hinausgehen, so obliegt es ihm selbst, Vorkehrungen zum störungsfreien Betrieb seiner Anlagen zu treffen. Die Anforderungen an die elektrische Spannung sind in der EN 50160 vom März 2000 und der IEC 60038 vom juli 2002 festgelegt.
Servicequalität
Erstklassige Servicequalität gehört zu unseren Grundprinzipien. Egal ob vor oder während unserer Geschäftsbeziehungen - unser Ziel ist es immer, Sie mit unseren Leistungen zu überzeugen.
Nennspannung im Niederspannungsnetz
Eine weltweite Vereinheitlichung der Netzspannungen wurde mit der internationalen Norm IEC 38, 6. Ausgabe 1983 angestrebt. Für die Niederspannungsnetze wurden dabei Nennspannungswerte von 230/400 V vorgesehen. Mit der Übernahme der internationalen Norm als DIN IEC 38 im Mai 1987 musste in der Bundesrepublik Deutschland die bisherige Nennspannung 220/380 V durch den neuen Wert 230/400 V ersetzt werden. Für die Umstellung ist eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2008 vorgesehen. Während dieser Zeit soll die Betriebsspannung der Niederspannungsnetze die Nennspannung um nicht mehr als 6% über- und 10% unterschreiten. Nach dem Jahr 2008 wird ein Toleranzbereich von +/- 10% gelten. Das unten dargestellte Bild zeigt die bisherigen und neuen Toleranzgrenzen nach DIN IEC 60038.