Entgelte für Netzzugang und Netznutzung im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH

Netzentgelte

Auf Basis des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), der Stromnetzentgelt-verordnung (StromNEV) und der Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) wird die Netznutzung im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH abgewickelt. Grundlage für die Versorgung von Kunden im Verteilungsnetz der WEMAG Netz GmbH ist der Abschluss eines Lieferantenrahmenvertrages bzw. Netznutzungsvertrages. Im Lieferantenrahmenvertrag bzw. Netznutzungsvertrag werden die Netznutzungsentgelte vertraglich geregelt.

Zusammensetzung der Netznutzungsentgelte

Folgende Komponenten sind im Netznutzungsentgelt enthalten:

  • Nutzung der Netzinfrastruktur (z.B. Leitungen, Transformatoren, Schaltanlagen)
  • Erbringung von Systemdienstleistungen (z.B. Frequenzhaltung, Spannungshaltung, Betriebsführung) zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Netzbetriebes
  • Deckung der beim Stromtransport auftretenden Verluste
  • Bereitstellung von Reservenetzkapazität bei Ausfall der Eigenerzeugung (optional)
  • Entgelte für den Messstellenbetrieb und Datenaufbereitung im Rahmen der Netznutzung
  • Entgelt für Transformatorenverluste bei mittelspannungsseitigem Anschluss und niederspannungsseitiger Messung
  • Konzessionsabgabe nach jeweils gültiger Konzessionsabgabenverordnung
  • Mehrkosten durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz

Ermittlung des kundenspezifischen Netznutzungsentgeltes

A: Kunden mit registrierende ¼-h-Leistungsmessung (Lastgangzählung)

Bei Entnahmestellen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh ist eine fortlaufende registrierende ¼-h-Leistungsmessung (Lastgangzählung) erforderlich. Bei Entnahmestellen, die nicht in der Niederspannung liegen, ist eine Lastgangzählung stets erforderlich. Erfolgt die Belieferung über eine nach den Sätzen 1 und 2 erforderliche Lastgangzählung, ist der über die betreffende Entnahmestelle versorgte Kunde ein Lastgangkunde.

Folgende Daten sind zur Bestimmung des Netznutzungsentgeltes für einen Netzkunden mit 1/4h-Leistungsmessung erforderlich:

  • Spannungsebene der Entnahmestelle des Netzkunden
  • Jahreswirkarbeit in kWh
  • Maximale Leistung in kW (höchster 1/4h-Leistungsmittelwert des Bezugszeitraumes)
  • Reservenetzkapazität (wenn erforderlich)

Für die Ermittlung der jeweiligen Netznutzungsentgelte ist die Jahresbenutzungsdauer notwendig. Die Jahresbenutzungsdauer wird als Quotient aus Jahreswirkarbeit und maximaler 1/4h-Leistung ermittelt. Das Netznutzungsentgelt für Netzkunden mit 1/4h-Leistungsmessung setzt sich aus einem Arbeits- und Leistungsentgelt zusammen. Folgende Formel gibt die Berechnung des Netznutzungsentgeltes für einen Netzkunden wieder:

Netznutzungsentgelt = Maximale ¼ h-Leistung x Leistungsentgelt Jahresarbeit x Arbeitsentgelt

B: Netzkunden ohne 1/4h-Leistungsmessung

Bei Entnahmestellen, für die keine Lastgangzählung erforderlich ist, erfolgt die Belieferung über standardisierte Lastprofile. Der über eine solche Entnahmestelle versorgte Kunde ist ein Lastprofilkunde. In Abhängigkeit vom Verbrauchsverhalten erfolgt eine Einordnung in ein Standardlastprofil.

Datengrundlage zur Berechnung der Netznutzungsentgelte für diese Kunden ist lediglich die Jahreswirkarbeit. Für die Netzkunden ohne 1/4h-Leistungsmessung wird ein jährlicher Grundbetrag erhoben und ein Arbeitsentgelt berechnet. Damit ergibt sich das Netznutzungsentgelt wie folgt:

Netznutzungsentgelt = Grundbetrag Jahresarbeit x Arbeitsentgelt

Links und Downloads

Netzentgeltverordnung Strom

Netznutzungsentgelte 2018

Netznutzungsentgelte 2017

Netznutzungsentgelte 2016

Referenzpreisblatt vermiedene Netzentgelte ab 2018

Störungsannahme

Hotline: 0385 . 755-111

Weitere Hinweise...

Aktuelles im Blog der WEMAG Netz GmbH

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