Schritt für Schritt zum Anschluss für Ihre Erzeugungsanlage (Mittelspannung)

1. Schritt - Anmeldung

Für die Bearbeitung Ihres Netzanschlussbegehrens benötigen wir von Ihnen folgende Unterlagen:

  • Anmeldung zum Netzanschluss (AzN)
  • Einheiten-Zertifikat der Erzeugungsanlage
  • Technisches Datenblatt des Generators
  • Formblatt Technischer Ansprechpartner
  • Lageplan bzw. Flurstückkarte aus dem die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie der Aufstellungsort der Erzeugungsanlage hervorgehen
  • schematische Darstellung des Messaufbaus

Bei Photovoltaikanlagen sind zusätzlich einzureichen:

  • Datenerfassungsblatt für den Anschluss von PV-Anlagen
  • Fragebogen für PV-Freiflächenanlagen (sofern Ihre Anlage nicht auf einem Gebäudedach errichtet wird) 
  • Technische Daten der Module
  • Technische Daten der Wechselrichter
  • Konformitätserklärung der Wechselrichter
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Wechselrichter

Die genannten Formulare können Sie hier wahlweise einzeln oder als Paket (ZIP-Datei) herunterladen.

Anmeldung zum Netzanschluss MS

Formblatt technischer Ansprechpartner

Datenerfassungsblatt Anschluss PVA

Fragebogen PV-Freiflächenanlagen

Messkonzept MS

Fertigmeldung/Inbetriebsetzungsanzeige

Vollmacht

Alle Dokumente im Paket (zip)

Sollten Sie Unterstützung beim Bearbeiten der oben genannten Dokumente benötigen, wenden Sie sich hierfür bitte an den Anlagenerrichter bzw. an das von Ihnen beauftragte Elektroinstallationsunternehmen.

Bitte senden Sie die vollständig ausgefüllten Dokumente an:

WEMAG Netz GmbH
Gruppe NTE
Postfach 11 04 54
19004 Schwerin 

Bei allen vorgenannten Maßnahmen zur Errichtung oder Änderung des Netzanschlusses und zum Anschluss einer Erzeugungsanlage an unser Netz sind die technischen Anschlussbedingungen (TAB) der WEMAG Netz GmbH für die jeweilige Spannungsebene sowie die technischen Regelwerke des VDE, FNN und BDEW einzuhalten. 
 

2. Schritt - Netzverträglichkeitsprüfung

Die Netzverträglichkeitsprüfung dient der Ermittlung der für den Anschluss der Erzeugungsanlage geeigneten Spannungsebene sowie des technisch und wirtschaftlich günstigsten Netzverknüpfungspunktes. Um eine Netzverträglichkeitsprüfung durchführen zu können, benötigen wir alle wesentlichen Angaben zu Ihrem Anschlussvorhaben, insbesondere Informationen zum geplanten Anlagenstandort sowie die technischen Daten der Erzeugungsanlage selbst. Diese Angaben sollten vorzugsweise in der folgenden Form bei der WEMAG Netz GmbH eingereicht werden:

  • Lageplan, aus dem Orts- und Straßenlage, die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie der Aufstellungsort der Anschlussanlage und der Erzeugungseinheiten hervorgehen (vorzugsweise im Maßstab 1:10.000, innerorts 1:1.000)
  • Datenblatt mit den technischen Daten der Erzeugungsanlage

Die Netzverträglichkeitsprüfung erfolgt für Sie, nachdem uns alle erforderlichen Dokumente vorliegen. Das Ergebnis der Prüfung wird Ihnen schriftlich mitgeteilt und beinhaltet folgende Informationen:

  • den geeigneten Netzanschluss- bzw. Netzverknüpfungspunkt
  • Angaben zur Betriebsweise der Erzeugungsanlage
  • die konkreten technischen Bedingungen zum Netzanschluss
  • Ansprechpartner für die weitere Anschlussbearbeitung
  • gegebenenfalls noch nachzureichende Unterlagen

WICHTIGER Hinweis: Eine Reservierung der Einspeisekapazität ist aufgrund der Vielzahl der vorliegenden Einspeisebegehren erst nach Bestätigung des mitgeteilten Netzanschlusspunktes durch den Anschlussnehmer möglich.
 

3. Schritt - Technische Abstimmung und Herstellung des Netzanschlusses

Die Netzverträglichkeitsprüfung kann im Hinblick auf den Netzanschluss in der Mittelspannung folgende Ergebnisse liefern:

  1. Die bereits vorhandene kundeneigene Trafostation ist für die Stromeinspeisung der geplanten Erzeugungsanlage geeignet. gegebenenfalls muss diese für einen TAB-konformen Anschluss umgebaut oder ertüchtigt werden.
  2. Für die  Stromeinspeisung der geplanten Erzeugungsanlage muss eine neue kundeneigene Trafostation gemäß TAB errichtet werden.
  3. Ein netzverträglicher Anschluss der beantragten Erzeugungsanlage ist aufgrund ausgeschöpfter Einspeisekapazitäten derzeit nicht möglich.

Bei allen vorgenannten Maßnahmen zur Errichtung oder Änderung des Netzanschlusses und zum Anschluss einer Erzeugungsanlage an unser Netz sind die technischen Anschlussbedingungen (TAB MS WNG 2013) der WEMAG Netz GmbH sowie die technischen Regelwerke des VDE, FNN und BDEW einzuhalten.

Für die weitergehende Planung benötigen wir von Ihnen die Unterlagen der "Errichtungsplanung Mittelspannung" gemäß Formular D.4 der "Technischen Anschlussbedingungen Mittelspannung der WEMAG Netz GmbH".

TAB Mittelspannung 2013 WEMAG Netz GmbH 

Beiblatt Schutz zur TAB Mittelspannung 2013 WEMAG Netz GmbH

Die wichtigsten Punkte für die Errichtung einer kundeneigenen Trafostation haben wir für Sie im Infoblatt "Errichtung einer kundeneigenen Station im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH" zusammengefasst.

Infoblatt Stationserrichtung 

Für die korrekte Abrechnung der eingespeisten und gegebenenfalls selbst verbrauchten Strommengen ist ein geeigneter Messaufbau erforderlich. Insbesondere bei der Erweiterung von Erzeugungsanlagen kann der Aufbau einer bestimmten Messanordnung zwingend erforderlich sein, um der teilweise sehr komplexen Rechtslage des EEG oder KWK-G gerecht zu werden und um eine korrekte Abrechnung der jeweiligen Strommengen zu ermöglichen.

Die Abstimmung des umzusetzenden Messkonzeptes ist daher ein wichtiger Bestandteil der Anschlussbearbeitung. Auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben sowie der individuellen Anschlusskonstellation wird festgelegt, wie viele Zähler für die Erfassung der abrechnungsrelevanten Strommengen erforderlich sind und welcher Zählertyp (Einrichtungs- oder Zweirichtungszähler, Lastgangzähler, 4-Quadrantenzähler, etc.) an den jeweiligen Messpunkten installiert werden muss.

Das jeweils umzusetzende Messkonzept ist abhängig von der Anschlussspannungsebene der Erzeugungsanlage, der vom Betreiber gewünschten Einspeisevariante (Volleinspeisung, Eigenbedarfsdeckung, kaufmännisch-bilanzielle Weitergabe) und den gegebenenfalls schon vorhandenen Erzeugungsanlagen. Die für die Mittelspannung maßgeblichen Messkonzepte finden Sie hier:

Messkonzepte Mittelspannung 

Ihr zuständiger Anschlussbearbeiter wird gemeinsam mit Ihnen die jeweils erforderlichen Schritte für die Herstellung des Netzanschlusses abstimmen.
 

4. Schritt - Inbetriebsetzung Netzanschluss, Inbetriebnahme Ihrer Erzeugungsanlage und Zählereinbau

Nach Vorlage aller erforderlichen technischen und vertraglichen Unterlagen gemäß TAB MS 2013 (Anhang E - Liste 7) sowie der BDEW-Richtlinie "Technische Richtlinie Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz" erfolgt die Abstimmung zum Termin "Zustimmung zur Inbetriebsetzung". Im Rahmen des Termins erfolgt bei festgestellter Mängelfreiheit die formelle Erteilung der Zustimmung zur Inbetriebsetzung der Trafostation durch die WEMAG Netz GmbH. Diese ist Voraussetzung für den Einbau der Mess- und Zähleinrichtungen sowie die technische Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage zur Netzeinspeisung.

Zwischen dem Anlagenerrichter und Netzbetreiber sind der Termin der Zustimmung zur Inbetriebsetzung der Anschlussanlage, die Inbetriebsetzung durch den Netzbetreiber und des Termin der erstmaligen Parallelbetriebes EZA rechtzeitig entsprechend der vom Netzbetreiber festgelegten Fristen (14 Arbeitstage vorab) abzustimmen, ebenso das zur korrekten Durchführung der Inbetriebsetzung erforderliche Inbetriebsetzungsprogramm.

Spätestens sieben Arbeitstage vor dem Termin zur "Zustimmung zur Inbetriebsetzung" sind vorab alle erforderlichen technischen und vertraglichen Dokumente gemäß Liste 7 der TAB Mittelspannung 2013 - "Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz der WEMAG Netz GmbH" rechtzeitig und vollständig vorzulegen. Die Unterlagen sind vorab in elektronischer Form (Einzeldateien im PDF-Format) sowie 1fach in Papierform mit Zwischeneinlage einzureichen. Die elektronisch eingereichten Dokumente sind zwingend mit Klarnamen und eindeutigen Bezügen zur Liste 7 zu bezeichnen.

Liste 7 

Die vollständigen Unterlagen senden Sie bitte an:

WEMAG Netz GmbH
Gruppe NTE
Postfach 11 04 54
19004 Schwerin

bzw. einspeisung@wemag-netz.de

WICHTIGER Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die erstmalige Inbetriebnahme Ihrer Erzeugungsanlage ausschlaggebend für die Einstufung der Vergütungshöhe ist. Daher wird in die „kaufmännische“ Inbetriebnahme (ohne Netzanschluss und vor Zählersetzung) und in die technische Inbetriebnahme unterschieden. Weitere Informationen zu den vergütungsrelevanten Fragen sowie der Nachweisführung durch den Anlagenbetreiber finden Sie auf den nachfolgenden Seiten der "Vergütung/Abrechnung".
 

 

Kontakt
Störungsannahme

Hotline: 0385 . 755-111

Weitere Hinweise...

Aktuelles im Blog der WEMAG Netz GmbH